Achtung! Das Lehrangebot ist noch nicht vollständig und wird bis Semesterbeginn laufend ergänzt.
070314 GR Guided Reading - Survivors. Grundlagentexte der Verarbeitung von Völkermorden im Vergleich (2017S)
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung
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An/Abmeldung
Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").
- Anmeldung von Do 02.02.2017 00:00 bis Mi 22.02.2017 10:00
- Anmeldung von Fr 03.03.2017 15:00 bis So 12.03.2017 23:59
- Abmeldung bis Fr 31.03.2017 23:59
Details
max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch
Lehrende
Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert
Die LV ist teilweise geblockt - eine regelmäßige Teilnahme ist obligatorisch!
- Mittwoch 22.03. 13:00 - 15:00 Seminarraum 2, Institut für Zeitgeschichte, 1090 Wien, Spitalgasse 2-4, Hof 1
- Mittwoch 29.03. 13:00 - 15:00 Seminarraum 2, Institut für Zeitgeschichte, 1090 Wien, Spitalgasse 2-4, Hof 1
- Mittwoch 05.04. 13:00 - 17:00 Seminarraum 2, Institut für Zeitgeschichte, 1090 Wien, Spitalgasse 2-4, Hof 1
- Mittwoch 26.04. 13:00 - 17:00 Seminarraum 2, Institut für Zeitgeschichte, 1090 Wien, Spitalgasse 2-4, Hof 1
- Mittwoch 17.05. 13:00 - 17:00 Seminarraum 2, Institut für Zeitgeschichte, 1090 Wien, Spitalgasse 2-4, Hof 1
- Mittwoch 07.06. 13:00 - 17:00 Seminarraum 2, Institut für Zeitgeschichte, 1090 Wien, Spitalgasse 2-4, Hof 1
- Mittwoch 14.06. 13:00 - 17:00 Seminarraum 2, Institut für Zeitgeschichte, 1090 Wien, Spitalgasse 2-4, Hof 1
Information
Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung
Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel
regelmäßige Lektüre und Vorbereitung der ausgewählten Texte, aktive Mitarbeit und Diskussionsbereitschaft, pünktliche Abgabe von Teilübungen, Präsentationen (Gruppenarbeit)
Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab
Ein GR zeichnet sich durch seinen textfokussierten und diskursiven Charakter aus. Nach einer kurzen theoretischen und historischen Einführung der LV-Leiterin sollen die ausgewählten Beispiele in Kleingruppen bearbeitet und im Plenum vorgestellt und diskutiert werden. Die Kleingruppen setzen sich intensiv mit ihrem jeweiligen Beispiel auseinander, treffen gemeinsam eine exemplarische Auswahl von Textstellen, die alle LV-TeilnehmerInnen im Vorfeld lesen müssen, sodass eine möglichst breite Grundlage für eine gemeinsame Diskussion im Plenum geschaffen ist. Unbedingte Voraussetzung für diese LV ist die regelmäßige und intensive Lektüre der Texte und aktive Diskussionbereitschaft im Plenum.
Prüfungsstoff
Literatur
Basisliteratur (Auswahl):
William G. Niederland, Folgen der Verfolgung. Das Überlebenden-Syndrom Seelenmord, Frankfurt/Main 1980.
Holocaust und Trauma. Kritische Perspektiven zur Entstehung und Wirkung eines Paradigmas. Tel Aviver Jahrbuch für deutsche Geschichte, Bd. 39, Tel Aviv 2011.
Boris Barth, Genozid. Völkermord im 20. Jahrhundert. Theorien -Kontroversen, München 2006.
Wolfgang Benz, Ausgrenzung Vertreibung Völkermord. Genozid im 20. Jahrhundert, München 2006
Mihran Dabag/Kristin Platt, Verlust und Vermächtnis. Überlebende des Genozids an den Armeniern erinnern sich, Paderborn 2015.
Alison des Forges, Kein Zeuge darf überleben. Der Genozid in Ruanda, Hamburg 2002.
William G. Niederland, Folgen der Verfolgung. Das Überlebenden-Syndrom Seelenmord, Frankfurt/Main 1980.
Holocaust und Trauma. Kritische Perspektiven zur Entstehung und Wirkung eines Paradigmas. Tel Aviver Jahrbuch für deutsche Geschichte, Bd. 39, Tel Aviv 2011.
Boris Barth, Genozid. Völkermord im 20. Jahrhundert. Theorien -Kontroversen, München 2006.
Wolfgang Benz, Ausgrenzung Vertreibung Völkermord. Genozid im 20. Jahrhundert, München 2006
Mihran Dabag/Kristin Platt, Verlust und Vermächtnis. Überlebende des Genozids an den Armeniern erinnern sich, Paderborn 2015.
Alison des Forges, Kein Zeuge darf überleben. Der Genozid in Ruanda, Hamburg 2002.
Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis
BA Geschichte: Zeitgeschichte (4 ECTS)
Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:31
Ziel der LV ist es, die Studierenden mit zentralen Texten, die sich auf unterschiedliche Weise und zu unterschiedlichen Zeiten mit dem Holocaust und anderen Völkermorden beschäftigten, vertraut zu machen und diese Verarbeitungen gemeinsam kritisch und vergleichend zu diskutieren. Besonders wichtig dabei ist die Auswahl von verschiedenen Textsorten und Medien und Genres (wissenschaftliche, literarische Texte, Memoirenliteratur, Essays…) die nach folgenden Fragestellungen hin zu analysieren sind: a) Frage nach den AkteurInnen/ProduzentInnen (wer?) b) Frage der Zeitgebundenheit und dem jeweiligen Kontext (wann?) c) Frage nach den verschiedenen Zugängen und Intentionen (wie?) und d) die Frage nach der Wirkung und Rezeption.
Auswahl von Texten, die in der LV von den Kleingruppen ausgearbeitet und anhand der genannten Fragestellungen und Zielsetzungen im Plenum vorgestellt und diskutiert werden sollen:
1) Frühe autobiographisch-analytische Verarbeitungen der KZ-Erfahrung:
Eugen Kogon: Der SS Staat. Das System der deutschen Konzentrationslager (1946)
Benedikt Kautsky: Teufel und Verdammte. Teufel und Verdammte. Erfahrungen und Erkenntnisse aus sieben Jahren in deutschen Konzentrationslagern (1946) ; Viktor Frankl: …trotzdem Ja zum Leben sagen. Ein Psychologe erlebt das Konzentrationslager (1946)
2) Theaterstücke zwischen `Skandal` und Dokumentation in den 1960er Jahren:
Rolf Hochhut: Der Stellvertreter (1963); Peter Weiss: Die Ermittlung (1965)
3) Autobiographisch-essayistische Reflexionen von KZ-Überlebenden:
Primo Levi: Ist das ein Mensch? (1961); Jean Amery: Jenseits von Schuld und Sühne. Bewältigungsversuche eines Überwältigten. (1966)
4) Literarische Verarbeitungen der Shoah:
Paul Celan: Die Todesfuge (1948) ; Ruth Klüger: Weiter leben (1992)
5) Verarbeitungen von anderen Völkermorden im Vergleich (Ruanda, Armenier)
Jean Hatzfeld, Nur das nackte Leben. BErichte aus den Sümpfen Ruandas (2004); Dolnal E. Miller/Lorna Touryan-Miller, Survivors. An Oral History of the Armenian Genocide (1999)