Universität Wien
Achtung! Das Lehrangebot ist noch nicht vollständig und wird bis Semesterbeginn laufend ergänzt.

090104 UE Begegnungen mit Antiquitäten (2022W)

Denkmalschutz, Archäologie und Sammlungstätigkeiten in Griechenland im 19. Jahrhundert

5.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 9 - Altertumswissenschaften
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

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Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 14 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

  • Mittwoch 12.10. 12:30 - 14:00 Seminarraum d. Inst. f. Byzantinistik u. Neogräzistik, Postgasse 9, 2.Stock
  • Mittwoch 19.10. 12:30 - 14:00 Seminarraum d. Inst. f. Byzantinistik u. Neogräzistik, Postgasse 9, 2.Stock
  • Mittwoch 09.11. 12:30 - 14:00 Seminarraum d. Inst. f. Byzantinistik u. Neogräzistik, Postgasse 9, 2.Stock
  • Mittwoch 16.11. 12:30 - 14:00 Seminarraum d. Inst. f. Byzantinistik u. Neogräzistik, Postgasse 9, 2.Stock
  • Mittwoch 23.11. 12:30 - 14:00 Seminarraum d. Inst. f. Byzantinistik u. Neogräzistik, Postgasse 9, 2.Stock
  • Mittwoch 30.11. 12:30 - 14:00 Seminarraum d. Inst. f. Byzantinistik u. Neogräzistik, Postgasse 9, 2.Stock
  • Mittwoch 07.12. 12:30 - 14:00 Seminarraum d. Inst. f. Byzantinistik u. Neogräzistik, Postgasse 9, 2.Stock
  • Mittwoch 14.12. 12:30 - 14:00 Seminarraum d. Inst. f. Byzantinistik u. Neogräzistik, Postgasse 9, 2.Stock
  • Mittwoch 11.01. 12:30 - 14:00 Seminarraum d. Inst. f. Byzantinistik u. Neogräzistik, Postgasse 9, 2.Stock
  • Mittwoch 18.01. 12:30 - 14:00 Seminarraum d. Inst. f. Byzantinistik u. Neogräzistik, Postgasse 9, 2.Stock
  • Mittwoch 25.01. 12:30 - 14:00 Seminarraum d. Inst. f. Byzantinistik u. Neogräzistik, Postgasse 9, 2.Stock

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Ziel dieser Lehrveranstaltung ist es, die Bedeutung griechischer Antiquitäten im historischen Rahmen der griechischen Denkmalpflege, Archäologie und Sammlungspraktiken während des frühen griechischen Staates im 19. Jahrhundert kennenzulernen. Die Teilnehmer:innen werden mit interdisziplinären Fragestellungen zum Thema vertraut gemacht und können zwischen verschiedenen fachlichen Perspektiven differenzieren. Sie erarbeiten ein analytisches Bewusstsein für archäologische Objekte als Quellengattung des kulturgeschichtlichen Raumes "Griechenland in der Neuzeit".

Wie kann uns archäologisches Material dabei helfen, die Kultur- und Sozialgeschichte des frühen griechischen Staates kennenzulernen? In der Übung beschäftigen wir uns mit den öffentlichen und privaten Begegnungszonen zwischen Personen und archäologischen Objekten in und aus Griechenland während des 19. Jahrhunderts. Einerseits lässt sich der Umgang mit Antiquitäten in direkter Verbindung mit der politischen Souveränität des Landes (1830) erzählen, wo die materiellen Hinterlassenschaften der klassischen Antike Symbole des modernen Staates waren. Auf der anderen Seite beleuchten die kleinräumigen Praktiken (Privatsammlungen und Besuche dieser) das soziale Umfeld ihrer Besitzer:innen, weshalb archäologische Objekte einen spannenden Zugang in die soziale Stratigrafie der Hauptstadt Athens ermöglichen.
Im Rahmen dieser Übung werden wir der Frage nach den kulturhistorischen Umständen dieser Begegnungen nachgehen: neben dem Antikengesetz von 1834 und der Geschichte einiger Athener sowie Fallbeispielen europäischer Museen, die griechische Antiquitäten kauften, interessieren uns die Praktiken der Einzelakteur:innen, beziehungsweise was sich über diese in historischem Quellenmaterial herausfinden lässt.

Neben der gemeinsamen Lektüre und Diskussion von Sekundärliteratur, in der der Umgang mit Antiquitäten aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet wird, werden wir auch einen Blick in die Primärquellen werfen, die uns zur Verfügung stehen, um "Begegnungen mit Antiquitäten" aus historischen Zeugnissen aufleben zu lassen.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Anwesenheit und Diskussion vorbereiteter Texte: 40 % (max. 2 Fehlstunden, bei häufigerem Fehlen muss eine schriftliche Extraleistung erbracht werden.)

Schriftliche Hausarbeit (Textdiskussion): 30 %

Mündliches Referat mit Handout: 30 %

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Deutsch- und Englischkenntnisse werden vorausgesetzt. Lesekenntnisse in Griechisch gerne erwünscht, aber keine Voraussetzung.

Prüfungsstoff

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung.

Literatur

Lagogianni-Georgakarakos, M., and T. Koutsogiannis, eds. 2015. "A Dream Among Splendid Ruins…". Strolling Through the Athens of Travellers 17th-19th Century: Exhibition Catalogue Athens. Athens: National Archaeological Museum, Archaeological Receipts Fund.

Damaskos, D., and D. Plantzos, eds. 2008. A Singular Antiquity. Archaeology and Hellenic Identity in Twentieth-Century Greece. Mouseio Benaki Suppl. 3. Athens: Benaki Museum.

Kokku, A. 2009. He merimna gia tis archaiotetes sten Hellada kai ta prota museia. 2nd ed. Athens: Ekd. Kapon.

(weitere Literatur wird im Laufe der LV bekannt gegeben)

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Mi 21.09.2022 14:26