Achtung! Das Lehrangebot ist noch nicht vollständig und wird bis Semesterbeginn laufend ergänzt.
170049 UE Das überführte Bild (2013S)
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung
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An/Abmeldung
Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").
- Anmeldung von Do 14.02.2013 09:00 bis Do 28.02.2013 23:59
- Abmeldung bis So 31.03.2013 23:59
Details
max. 50 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch
Lehrende
Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert
- Montag 18.03. 09:45 - 11:15 Hörsaal 42 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 7
- Montag 08.04. 09:45 - 11:15 Hörsaal 42 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 7
- Montag 15.04. 09:45 - 11:15 Hörsaal 42 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 7
- Montag 22.04. 09:45 - 11:15 Hörsaal 42 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 7
- Montag 29.04. 09:45 - 11:15 Hörsaal 42 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 7
- Montag 06.05. 09:45 - 11:15 Hörsaal 42 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 7
- Montag 13.05. 09:45 - 11:15 Hörsaal 42 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 7
- Montag 27.05. 09:45 - 11:15 Hörsaal 42 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 7
- Montag 03.06. 09:45 - 11:15 Hörsaal 42 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 7
- Montag 10.06. 09:45 - 11:15 Hörsaal 42 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 7
- Montag 17.06. 09:45 - 11:15 Hörsaal 42 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 7
- Montag 24.06. 09:45 - 11:15 Hörsaal 42 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 7
Information
Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung
Der Nachweis, dass das Bild ein bewegtes ist, kam bekanntlich vom Kino. Auch abzüglich des Tricks, eins ans andere zu hängen, konnte sein unsicherer Stand, den es nicht erst seit Aufkommen der Bildwissenschaften hat, aufgezeigt werden. Die Bewegung des bewegten Bildes ist keine Selbstverständlichkeit, keine Voraussetzung für Filme. Es sei denn für die guten. Das bewegte Bild ist insofern bewegt, als es ihm gelingt, das Reale selber zu bewegen und, heißt das, es zu verschieben; es zieht und erzieht unseren Blick (Nancy). Wenn es aber Kino im/als Prinzip gibt (Sergei Eisenstein, Alexander Kluge), muss die Aktivität des Bildes – nämlich seine Bewegung – älter als die nachträglichen Proben aufs Exempel sein. Kinodenken ist historisches Denken … ein Denken, für das 100 und ein paar Jahre Kino eine Marke, keine Zäsur sind.
Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel
Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab
V. a. mit Bredekamp, Mitchell und Wyss möchte ich die bildwissenschaftlichen Unternehmen/Positionen vorstellen, ich verstehe sie als ebenso relevante wie aktuelle Auslöser, nicht als Erfinder von Fragen. Derrida (Aufzeichnungen eines Blinden & Tourner les mots) und Nancy sind die Schaltstellen zu einem poetologischen Kino, einem Kino, das sich erklärt; Erklärungen, die uns an den Grund der Bilder bringen, für eine Evidenz des Films vorbereiten. Bevor wir Texte und Bilder daraufhin abklopfen, müssen wir unsere Interessen diskutieren. Am besten mit Bataille und Blanchot. Sie hatten mit den von Bildwissenschaften und Dekonstruktionen eingeforderten Verschiebungen ernst gemacht: ihre Texte taten, ihre Texte waren es.
Prüfungsstoff
Bilder ebenso wie Texte verstellen den Weg, den sie uns weisen. Wir kommen an ihnen nicht mir nichts, dir nichts vorbei; sie entlassen uns erst, nachdem sie uns mehr oder weniger bewusst/unbewusst beschäftigt haben. Wer sie schneidet, hat sich geschnitten. Mit (Flusser und) Derrida wird das Marketing bildwissenschaftlicher Unternehmen medientheoretisch aufgeladen. Auf eigene Faust – bzw. schon vernetzter als es den Anschein hat – gingen die vor, deren Nachholbedarf unser Problem/unser eigener ist (cf. die 2 Bde. Bildtheorien aus Frankreich). Blanchot und Bataille waren, weil sie der Schrift und dem Schreiben hinterher waren, auch dem Bild auf den Fersen. Mittels ihrer Jagd können Vermutungen über ihre Ausrüstungen (1.) ebenso wie über das Tempo, die prinzipielle Bewegung der Verfolgten (2.) angestellt werden. Wir lesen, was Blanchot und Bataille geschrieben haben. Jäger wie sie arbeiteten dort, wo es das Kino noch nicht gab. Außer im/als Prinzip. Die Filme waren draußen, Blanchot und Bataille in deren Atelier.
Literatur
Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis
Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:36