Achtung! Das Lehrangebot ist noch nicht vollständig und wird bis Semesterbeginn laufend ergänzt.
210095 VO M3 a: SpezialVO Politische Theorien und Theorieforschung (2016W)
Theorien radikaler Demokratie
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Vorlesung - keine LV-Anmeldung, jedoch Prüfungsanmeldung (und gegebenenfalls rechtzeitig Abmeldung) vor dem jeweiligen Prüfungstermin erforderlich.
Bitte registrieren Sie sich zur eLearning-Plattform (moodle). Die selbständige Registrierung zur Plattform ist ab VO-Beginn möglich.Plagiate
Ein Plagiat ist die bewusste und unrechtmäßige Übernahme von fremdem geistigem Eigentum; der/die AutorIn verwendet ganz oder teilweisefremde Werke in einem eigenen Werk, ohne die Quelle anzugeben. Dies wird im Sammelzeugnis mit einem X gekennzeichnet und mit folgendem Zusatz versehen. Nicht beurteilte und nichtige Prüfungen: Gemäß § 74 ist die Beurteilung einer Prüfung für nichtig zu erklären, wenn diese Beurteilung oder die Anmeldung zu dieser Prüfung erschlichen wurde (N), Gemäß § 13 (7) des studienrechtlichen Satzungsteils der Universität Wien sind Prüfungen, bei denen unerlaubte Hilfsmittel mitgenommen oder verwendet werden, nicht zu beurteilen (X).
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Ein Plagiat ist die bewusste und unrechtmäßige Übernahme von fremdem geistigem Eigentum; der/die AutorIn verwendet ganz oder teilweisefremde Werke in einem eigenen Werk, ohne die Quelle anzugeben. Dies wird im Sammelzeugnis mit einem X gekennzeichnet und mit folgendem Zusatz versehen. Nicht beurteilte und nichtige Prüfungen: Gemäß § 74 ist die Beurteilung einer Prüfung für nichtig zu erklären, wenn diese Beurteilung oder die Anmeldung zu dieser Prüfung erschlichen wurde (N), Gemäß § 13 (7) des studienrechtlichen Satzungsteils der Universität Wien sind Prüfungen, bei denen unerlaubte Hilfsmittel mitgenommen oder verwendet werden, nicht zu beurteilen (X).
Details
Sprache: Deutsch
Prüfungstermine
- Dienstag 31.01.2017 16:45 - 18:15 Hörsaal 1 (H1), NIG 2.Stock
- Dienstag 07.02.2017 11:30 - 13:00 Hörsaal 1 (H1), NIG 2.Stock
- Donnerstag 02.03.2017 15:00 - 16:30 Hörsaal 3 (H3), NIG 2. Stock
- Freitag 16.06.2017 11:30 - 13:00 Hörsaal 2 (H2), NIG 2.Stock
- Montag 06.11.2017
Lehrende
Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert
- Dienstag 11.10. 16:45 - 18:15 Hörsaal 1 (H1), NIG 2.Stock
- Dienstag 18.10. 16:45 - 18:15 Hörsaal 1 (H1), NIG 2.Stock
- Dienstag 25.10. 16:45 - 18:15 Hörsaal 1 (H1), NIG 2.Stock
- Dienstag 08.11. 16:45 - 18:15 Hörsaal 1 (H1), NIG 2.Stock
- Dienstag 15.11. 16:45 - 18:15 Hörsaal 1 (H1), NIG 2.Stock
- Dienstag 22.11. 16:45 - 18:15 Hörsaal 1 (H1), NIG 2.Stock
- Dienstag 29.11. 16:45 - 18:15 Hörsaal 1 (H1), NIG 2.Stock
- Dienstag 06.12. 16:45 - 18:15 Hörsaal 1 (H1), NIG 2.Stock
- Dienstag 13.12. 16:45 - 18:15 Hörsaal 1 (H1), NIG 2.Stock
- Dienstag 10.01. 16:45 - 18:15 Hörsaal 1 (H1), NIG 2.Stock
- Dienstag 17.01. 16:45 - 18:15 Hörsaal 1 (H1), NIG 2.Stock
- Dienstag 24.01. 16:45 - 18:15 Hörsaal 1 (H1), NIG 2.Stock
Information
Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung
Vor dem Hintergrund der gegenwärtigen ökonomischen Krise scheint das Unbehagen am westlich-liberalen Modell repräsentativer Demokratie zu wachsen. Soziale Bewegungen und Protestparteien verschaffen ihm Ausdruck; die ökonomische Krise scheint in eine politische Legitimationskrise zu münden. Demgegenüber postulieren Theorien radikaler Demokratie, dass die Antwort auf Demokratiedefizit und „Postdemokratie“ nur in der Demokratie selbst zu suchen sei. So schlagen VetreterInnen dieser Schule unter dem Stichwort einer „Demokratisierung der Demokratie“ (Balibar, Offe) die Ausweitung und Vertiefung der klassischen Grundnormen von Freiheit, Gleichheit, Solidarität und Volkssouveränität vor. In der Vorlesung werden prominente Theorien radikaler Demokratie – vom gegenwärtigen Republikanismusrevival (Philip Pettit, Quentin Skinner) bis zu AutorInnen wie Cornelius Castoriadis, Claude Lefort, Miguel Abensour, Chantal Mouffe – vorgestellt und auf ihre Stichhaltigkeit hin überprüft. Sie werden auf frühere partizipatorische Demokratietheorien (von Hannah Arendt bis Carole Pateman) bezogen und in der Geschichte der Demokratie und der politischen Ideengeschichte verortet. Ein Hauptaugenmerk wird dabei auf dem Vergleich zwischen Theorien unmittelbarer Demokratie (wie jener der griechischen Polis oder der Assembly jüngster Protestbewegungen) und solchen demokratischer Repräsentation liegen. Ziel der Vorlesung ist es, einen systematischen und ideengeschichtlich informierten Einblick in die Debatte um „Postdemokratie“ und „radikale Demokratie“ zu ermöglichen.
Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel
Schriftliche Abschlussprüfung in der letzten Vorlesungseinheit, drei weitere Termine werden angeboten.
Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab
Beantwortung von zwei aus vier Fragen (mit Unterfragen) zum Vorlesungsstoff; jede Frage wird mit max. 6 Punkten bewertet. Für einen positiven Abschluss ist eine Mindestpunktezahl von 6 erforderlich. Keine Hilfsmittel.
Prüfungsstoff
Gegenstand der Prüfung ist der gesamte Vorlesungsinhalt mit Ausnahme jener Anmerkungen, die explizit als nicht-prüfungsrelevant bezeichnet wurden. Vortragsfolien inkl. Literaturhinweise werden auf Moodle zu Verfügung gestellt.
Literatur
Miguel Abensour: Demokratie gegen den Staat: Marx und das machiavellische Moment, Berlin 2012Etienne Balibar: Gleichfreiheit. Politische Essays, Berlin 2012.Claude Lefort und Marcel Gauchet: „Über die Demokratie: Das Politische und die Instituierung des Gesellschaftlichen“, in Ulrich Rödel et al. (Hg.): Autonome Gesellschaft und libertäre Demokratie, FfM. 1990.Chantal Mouffe: Agonistik. Die Welt politisch denken, Berlin 2014.Carole Pateman: Participation and Democratic Theory, Cambridge 1970.Philip Pettit: Gerechte Freiheit. Ein moralischer Kompass für eine komplexe Welt, Berlin 2015.
Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis
Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:38