Universität Wien
Achtung! Das Lehrangebot ist noch nicht vollständig und wird bis Semesterbeginn laufend ergänzt.

220016 VO+UE GRUST - Gruppendynamische Strategien (2017W)

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Zusammenfassung

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").
An/Abmeldeinformationen sind bei der jeweiligen Gruppe verfügbar.

Gruppen

Gruppe 1

max. 30 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Die Teilnahme an der Vorbesprechung, 08.11. 18.30 - 20.00, ist für die Teilnahme am Blocktermin Voraussetzung und somit verpflichtend!

  • Mittwoch 08.11. 18:30 - 20:00 Seminarraum 2, Währinger Straße 29 1.UG
  • Dienstag 21.11. 09:00 - 17:00 Seminarraum 2, Währinger Straße 29 1.UG
  • Mittwoch 22.11. 09:00 - 17:00 Seminarraum 2, Währinger Straße 29 1.UG
  • Donnerstag 23.11. 09:00 - 17:00 Seminarraum 2, Währinger Straße 29 1.UG

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Wir alle sind Teil von verschiedenen sozialen Gruppierungen. Ob an der Universität, am Arbeitsplatz oder im Freundeskreis, als soziales Wesen schließen wir uns mit anderen Menschen zu sammeln und entwickeln Strukturen und Funktionsweisen die es ermöglichen miteinander zu agieren. Gruppenbildung geschieht aber nicht zufällig. Bestimmte Mechanismen und Logiken (Rollen, Entwicklungsphasen, Kommunikation und Konfliktbewältigung) lassen sich in jeder Gruppe erkennen und werden im Rahmen gruppendynamischer Diskussion thematisiert.
Die Lehrveranstaltung ist prozessorientiert und sehr praktisch angelegt. Für die reflexive Analyse von Gruppenprozessen ist das Ineinandergreifen von Inhalten, Struktur und eigenem Erleben ein wesentlicher Bestandteil. Innerhalb der Blockveranstaltung bilden die Studierenden wechselweise Kleingruppen und arbeiten sowohl aktiv als auch passiv (Beobachtung) an verschiedenen Arbeitsaufgaben. Durch wiederholt angeleitete Feedbackschleifen wird in Folge eine Metareflexion der eigenen Gruppendynamik ermöglicht.

Neben der Möglichkeit sein eigenes Verhalten in Gruppen zu reflektieren, verfolgt die Lehrveranstaltung das Ziel Kompetenzen zur Analyse von Gruppen - ihren Dynamiken und Prozessen - zu schulen. Analysekompetenz wird dabei sowohl durch das eigene Erleben innerhalb gruppendynamischer Übungen als auch in der Beschäftigung mit Auszügen aus der Theorie erworben.
In der gemeinsamen Diskussion zu Rollen, Funktionen und Mechanismen in Gruppen wird die Fähigkeit gefestigt, Prozesse zu erkennen, zu analysieren und zu steuern.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

!Durchgehende Anwesenheit! bei allen Terminen (auch Vorbesprechung), aktive und reflexive Mitarbeit, Einzelreflexion (+ Verknüpfung zur Theorie) zum Seminar und dem eigenen Erleben.

Von den TeilnehmerInnen wird Interesse am Thema vorausgesetzt und die Bereitschaft, sich aktiv an den Blockterminen am Gruppenprozess zu beteiligen. Ein reines Absitzen der Zeit genügt nicht, um das Seminar positiv abzuschließen.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Prozentuale Aufteilung der Teilleistungen - Mindestanforderungen:
Anwesenheit: 30% - mind. 25%
Aktive und reflexive Mitarbeit: 30% - mind. 15%
Abschlussarbeit & Einzelreflexion des Seminar: 40% - mind. 20%
---------------------
Leistung 100% - mind. 60% um positiv zu sein!

Prüfungsstoff

Wechsel zwischen praktischen Übungen in Klein- und Großgruppen, Reflexions-, Diskussions- und Feedbackrunden, sowie ausgewählten theoretischen Inputs zum Thema.
Zwischen dem Vorbesprechungs- und dem Blocktermin ist ein selbstorganisiertes Kleingruppentreffen durchzuführen!

Literatur

Wird am Ende der LV bekannt gegeben.

Gruppe 2

max. 30 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch
Lernplattform: Moodle

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Bei allen 5 Blockterminen müssen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer anwesend sein um eine Beurteilung/Benotung zu erhalten. Gruppendynamik setzt körperliche und intellektuelle Anwesenheit voraus, Gruppendynamik kann weder delegiert noch 'nachgeholt' werden, wir arbeiten im hier und jetzt mit den anwesenden Personen, die eine Gruppe werden. Wenn Sie daher jetzt schon wissen, an einem der obenstehenden Terminen nicht zu können, dann bitte melden Sie sich erst gar nicht an, danke!

  • Samstag 07.10. 10:00 - 16:00 Seminarraum 3, Währinger Straße 29 1.UG
  • Sonntag 08.10. 10:00 - 16:00 Seminarraum 3, Währinger Straße 29 1.UG
  • Samstag 16.12. 10:00 - 16:00 Seminarraum 3, Währinger Straße 29 1.UG
  • Sonntag 17.12. 10:00 - 16:00 Seminarraum 3, Währinger Straße 29 1.UG
  • Samstag 27.01. 10:00 - 13:00 Seminarraum 3, Währinger Straße 29 1.UG

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Erweiterung der Selbst- und Gruppenerfahrung
Rollenreflexionen, Beobachtung von Gruppendynamiken und -prozessen nach Phasen, Rollenerweiterung in einem Lern- und Erfahrungslabor
Methodik: Themenzentrierte Interaktion nach Ruth Cohn
Neben Inputs, Planspielen und GD Übungen werden Peergroups gebildet, die ein Semester lang selbstorganisiert einen Seminarauftrag in einem Kollektiv vorbereiten und eine Leitungssequenz (1 Std. inhaltliche Gestaltung am 3. und 4. Block) innerhalb der Planungsgruppen durchführen. Diese Leitungssequenzen werden in der Großgruppe im Anschluss diskutiert.
Theorie- und Methodenanwendung der GD

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Aktive Teilnahme an den Präsentationsübungen und Rollenspielen im Seminar
Selbst- und Fremdbeurteilungen innerhalb der Gruppe (Feedbacks schriftlich und mündlich im 3. und 4. Blocktermin)
Teilnahme an einer Planungsgruppe (selbst gewählt, Settings A, B, C, D, Gruppeneinteilung siehe Ende des 2. Seminarblocks), die ein Seminardesign für eine ausgewiesene Zielgruppe - und damit auch für einen simulierten Auftraggeber - gestaltet

Abgabe des Seminardesigns mit thematischer Leseliste (rd. 2-5 Seiten 12 pkt. 1,5 zeilig) bis zum 5. Blocktermin abzugeben (Stichtag 27.01.2018)
Selbstbeurteilungs- und Reflexionsbogen in der 5. Einheit (‚Klausur‘)

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Teilnahme an allen 5 Blöcken und Arbeitsgruppentreffen, Verfassen von Memos, Verfassen eines Seminardesigns (25%), Note der Klausur (25%), Selbstbeurteilung (25%), Ergebnis Gruppenfeedback (25%)

Prüfungsstoff

siehe Handout 1
Gruppenmodelle, Gruppenphasen, Konflikte in Gruppen, Typen und Funktionen von Gruppenleitung, Rangdynamik nach Raoul Schindler

Literatur

Basisliteratur

Berne, Eric (1998): Spiele der Erwachsenen. Psychologie der menschlichen Beziehungen, Rowohlt, Reinbek bei Hamburg.

Boal, Augusto (1989): Theater der Unterdrückten. Übungen und Spiele für Schauspieler und Nicht-Schauspieler, Edition Suhrkamp, Frankfurt am Main.

Brocher, Tobias (1992): Anpassung und Aggressionen in Gruppen, in: Mitscherlich, Alexander (Hg.): Aggression und Anpassung, Piper Verlag, München, S 152-206.

Hofstätter, Peter R. (1993): Gruppendynamik. Kritik der Massenpsychologie, Rowohlts Enzyklopädie, Reinbek bei Hamburg.

Kirsten, Rainer E./Müller-Schwarz, Joachim (1993): Gruppentraining. Ein Übungsbuch. Rowohlt Verlag, Hamburg.

König, Oliver (2002). Macht in Gruppen. Gruppendynamische Prozesse und Interventionen, Verlag Pfeiffer bei Klett-Cotta, Stuttgart.

König, Oliver (2010): Vom allmählichen Verschwinden der Gruppenverfahren, in: Feedback Heft 339; Gruppenpsychotherapie und Gruppendynamik, Festschrift zum Jubiläum des ÖAGG 1959-2009, S28-44.

Langmaack, Barbara/Braune-Krickau, Michael (1989): Wie die Gruppe laufen lernt. Anregungen zum Planen und Leiten von Gruppen. Psychologie Verlags Union, München.

Lehner, Lili/Sanz, Andrea./Trotz, Regina (Hg.) (2009): Prozesse verstehen und gestalten. Zur Praxis von Gruppendynamik und Gruppenpsychotherapie, Verlag Krammer, Wien.

Luft, Joseph (1993): Einführung in die Gruppendynamik, Fischer Verlag, Frankfurt am Main.

Majce-Egger, Maria (Hg.) (1999): Gruppentherapie und Gruppendynamik - Dynamische Gruppenpsychotherapie. Theoretische Grundlagen, Entwicklungen und Methoden, Facultas Universitätsverlag, Wien.

Majce-Egger, Maria/Trotz, Regina (Hg.) (2000): Die Macht begehren. Politische Haltungen in der Gruppendynamik, Studien Verlag, Innsbruck, Wien.

Riemann, Fritz (1995): Grundformen der Angst. Eine tiefenpsychologische Studie, Ernst Reinhardt Verlag, München/Basel.

Schulz von Thun, Friedemann (1993): Miteinander Reden, Bd. 1 (Störungen und Klärungen), Bd. 2 (Stile, Werte und Persönlichkeitsentwicklung), Rowohlt Verlag, Hamburg.

Spaller, Christina et al. (Hg.) (2016): Raoul Schindler. Das lebendige Gefüge der Gruppe. Ausgewählte Schriften. Psychosozial-Verlag, Gießen.

Watzlawick, Paul/Beavin, Janet H./Jackson Don D. (1990): Menschliche Kommunikation. Formen, Störungen, Paradoxien. Achte unveränderte Auflage, Verlag Hans Huber, Bern/Stuttgart/Toronto

Wirnschimmel, Konrad (1999): Raoul Schindlers Rangdynamik: ein sozialpsychologisches Erklärungsmodell menschlichen Gruppenverhaltens, in: Fliedl, Rainer et al (Hg.): Visionen und Wege, Symposion zum 75. Geburtstag von Raoul Schindler, Studien Verlag, Innsbruck, Wien, S 102-107

Weish, Ulrike (2003): Konkurrenz in Kommunikationsberufen. Kooperationsstrukturen und Wettbewerbsmuster im österreichischen Journalismus, Deutscher Universitätsverlag, Wiesbaden, insb. Kapitel 4.3.Journalismus als Teamwork: Modelle der Gruppen- und Organisationsdynamik im Kontext von Arbeitsteams S 32-38.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:38