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140132 VO+UE VM3 / VM7 - Questioning Migration Management: Logics of Differentiation (2015W)
Continuous assessment of course work
Labels
MOB
Schwerpunktthema: MOB
Registration/Deregistration
Note: The time of your registration within the registration period has no effect on the allocation of places (no first come, first served).
- Registration is open from Su 20.09.2015 10:00 to We 30.09.2015 10:00
- Registration is open from We 30.09.2015 18:00 to Fr 02.10.2015 10:00
- Deregistration possible until Sa 31.10.2015 23:59
Details
max. 25 participants
Language: German, English
Lecturers
Classes (iCal) - next class is marked with N
Deutsch/Englisch
- Wednesday 07.10. 15:00 - 18:00 Seminarraum SG2 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1
- Wednesday 21.10. 15:00 - 18:00 Seminarraum SG2 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1
- Wednesday 04.11. 15:00 - 18:00 Seminarraum SG2 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1
- Wednesday 11.11. 15:00 - 18:00 Seminarraum SG2 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1
- Wednesday 18.11. 15:00 - 18:00 Seminarraum SG2 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1
- Wednesday 25.11. 15:00 - 18:00 Seminarraum SG2 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1
- Wednesday 02.12. 15:00 - 18:00 Seminarraum SG2 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1
Information
Aims, contents and method of the course
Assessment and permitted materials
Regelmäßige Hausübungen, Abschlussarbeit, aktive Mitarbeit
Minimum requirements and assessment criteria
Neben den oben erwähnten Zielen sollen die neue Rolle von ExpertInnen und Wissen-schaft im Bereich Migration hinterfragt und ein Verständnis für das Zusammendenken von Grenz-, Migrations- und Integrationsregime geschaffen werden. Aktuelle Manage-mentdynamiken und Strategien des Migrationsregimes sollen infrage gestellt, Verständnis über Formen und Folgen der Klassifizierung und Differenzierung von MigrantInnen geschaffen und Verbindungen von Migrationsmanagement und neoliberalen Entwicklungen aufgezeigt und erkannt werden.
Examination topics
Die angeführten Inhalte sollen durch die eigenständige Lektüre und gemeinsame Rezeption der Literatur zur Lehrveranstaltung, kleinere schriftliche Übungsarbeiten und Präsentationen, durch Gruppendiskussionen und Gastvorträge und -inputs gemeinschaftlich erarbeitet werden. Die Lehrveranstaltung soll die komplexen Zusammenhänge von Migration und Migrationspolitik näher bringen und zu einem tieferen Verständnisses über Migrations- und Integrationsregime beitragen.
Reading list
Ahmed, Sara (2009): Embodying diversity: problems and paradoxes for Black feminists. In: Race, Ethnicity and Education, 12 (1). S. 41-52.Faist, Thomas (2010): Cultural diversity and social inequalities. In: Social Research, 77 (1). S. 297-324.Bauböck, Rainer (2006): Migration und politische Beteiligung. Wahlrechte jenseits von Staatsgebiet und Staatsangehörigkeit. In: Oberlechner, Manfred (Hg.): Die missglückte Integration? Wege und Irrwege in Europa. Braumüller, Wien. S. 209-223.Bratic, Ljubomir (2010): Diskurs und Ideologie des Rassismus im österreichischen Staat. In: ders.: Politischer Antirassismus. Selbstorganisation, Historisierung als Strategie und diskursive Interventionen. Löcker, Wien. S. 140-155.Buckel, Sonja/Georgi, Fabian/Kannankulam, John/Wissel, Jens (2014): Staat, Europa und Migrationskontrollen. Theoretische Grundlagen einer materialistischen Perspektive. In: Forschungsgruppe Staatsprojekt, (Hg.): Kämpfe um Migrationspolitik. Theorie, Methoden und Analysen kritischer Europaforschung. Transcript, Bielefeld. S. 21-42.Ellermann, Antje (2010): Undocumented migrants and resistance in the liberal state. In: Politics & Society, 38. S. 408-429.Georgi, Fabian (2009): Kritik des Migrationsmanagements. Historische Einordnung eines politischen Projekts. In: juridikum. Zeitschrift für Politik I Recht I Gesellschaft, 02/2009. S. 81-84.Gruber, Oliver/Walter, Florian (2013): Politische Inklusion und boundary problem: Aktuelle Herausforderungen und demokratietheoretische Antworten. In: Atac, Ilker/Rosenberger, Sieglinde (Hg.): Politik der Inklusion und Exklusion. Vienna University Press, Wien. S. 71-87.Hadj-Abdou, Leila (2007): Zum Verhältnis von Migrationsforschung und politischer Praxis. In: Fröschl, Erich/Kramer, Helmut/Kreisky, Eva (Hg.): Politik Beratung. Zwischen Affirmation und Kritik. Braumüller, Wien. S. 183-195.Hess, Sabine/Tsianos, Vassilis (2007): Europeanizing Transnationalism! Provincializing Europe! Konturen eines neuen Grenzregimes. In: Transit Migration Forschungsgruppe (Hg.): Turbulente Ränder. Neue Perspektiven auf Migration an den Grenzen Europas. Transcript, Bielefeld. S. 23-38.Perchinig, Bernhard (2010): Migration Studies in Austria – Research at the Margins? In: Thränhardt, Dietrich/Bommes, Michael (Hg.): National Paradigms of Migration Research. IMIS Schriften 13. V&R Unipress, Göttingen. S. 187-204.Raby, Rebecca (2005): What is resistance? In: Journal of Youth Studies, 8(2). S. 151-171.Rosenberger, Sieglinde (2012): Inklusive Demokratie? Die politischen, sozialen und religiösen Rechte von Wohnbürgern ohne österreichische Staatsbürgerschaft. In: Helms, Ludger/ Wineroither, David M. (Hg): Die österreichische Demokratie im Vergleich. Nomos, Baden-Baden. S. 383-402.Stern, Joachim (2010): Timeline (De)Regulation. In: Bakondy, Vida et al. (Hg.): Viel Glück! Migration Heute. Wien, Belgrad, Zagreb, Istanbul. Mandelbaum Verlag, Wien. S. 208-238.
Association in the course directory
VM3, VM7
Last modified: We 21.04.2021 13:31
In der Lehrveranstaltung sollen diese Entwicklungen soziohistorisch und anhand aktueller Konzepte besprochen werden. Steuerungsinstrumente (Migrations-, Integrations- und Grenzregimes, unterschiedliche Citizenship-Konzepte und die Politik des Diversity Managements) sollen dabei theoretischen Überlegungen zur Autonomie der Migration und der Intersektionalität gegenübergestellt werden. Dabei werden die neuen staatlichen und nicht-staatlichen AkteurInnen der Migrationspolitik auf lokaler, nationaler und transnationaler Ebene sowie die dem Migrationsmanagement inhärenten Logiken der Differenzierung kritisch in den Blick genommen. Besonderes Augenmerk wird auf Österreich als ein im europäischen Mehrebenensystem eingebetteter Nationalstaat gelegt, globale Wechselwirkungen und Konsequenzen regionaler und nationaler Politiken sollen dabei jedoch keinesfalls außer Acht gelassen werden. Beleuchtet werden historisch gewachsene und sich konjunkturell wiederholende Muster der Differenzierung. Als ein weiterer Aspekt soll die Rolle der Wissenschaft und von WissenschafterInnen als eigenständige politische AkteurInnen, ExpertInnen und BeraterInnen im Feld der Migrationspolitik diskutiert werden. Mit der Zunahme der Anzahl der Flüchtlinge, der Toten im Mittelmeer und der offensichtlichen Unwillen europäischer Staaten, angemessen auf diese aktuelle Krise zu reagieren, wurde Migration nicht nur erneut zu einem politisch umkämpften Thema, sondern trug zur Legitimierung und Intensivierung der Logiken des Migrationsmanagements bei.